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Norddalmatien – Urlaub mit 2 alten Hunden

16. Mai 2026 Leave a Comment

13 und 14 Jahre alt sind unsere beiden Hündinnen NUTELLA und GIRLY mittlerweile. Nachdem eine der beiden im Februar einen Schlaganfall hatte, sind wir unendlich dankbar dafür, dass die beiden Anfang April so fit waren, dass wir echt noch einmal gemeinsam verreisen konnten. Norddalmatien war unser Ziel, Gespanschaft Zadar. Eine Reise, total abgestimmt auf unsere beiden alten Hundemädels. 

Nutella, 14 Jahre und immer noch jede Sekunde im Arbeitsmodus.
Girly, 13 Jahre. Nach einem Schlaganfall wieder fit für eine Reise.
Und wir, Sonja und Rochus, auch schon ältere Semester ;-)

Reisen mit den beiden alten Hunden bedeutete für uns:

  • Eine Unterkunft finden, in der man 2 große Hunde mitbringen darf…
  • ….kaum Treppen zu bewältigen sind
  • Spaziergänge mit den Hunden unter 10 Kilometer
  • Nach bewegungsintensiven Tagen immer einen Ruhetag
  • Bei hohen Temperaturen Spaziergänge nur abends
  • Außerdem: Viel kuscheln und Liebe! Weil, wer weiß, wie lange es sie noch gibt!

Sich an unsere alten Hunde anzupassen, ist für uns nach so langer gemeinsamer Zeit eine Selbstverständlichkeit. Unser alten Mädels sind über alles geliebte Familienmitglieder. Dass das – vor allem für mich als totalen Bewegungsmensch – nicht immer leichtfällt, muss ich zugeben. Zwei Mal haben wir deshalb – unbeabsichtigt natürlich – die Hunde auch an ihre Grenzen geführt. Aber da wir am Tag drauf einen Ruhetag eingelegt haben, ging zum Glück alles gut.

Es war ein großartiger Urlaub, von dem ich Euch nun – in 2 Artikeln – berichten werde. Genießt das Mitreisen! Hier kommt der erste Bericht. 

Hundefreundliche Unterkunft mit Meerblick

Bei den Reisevorbereitungen immer wieder herausfordernd ist die Suche nach einer geeigneten, hundefreundlichen Unterkunft. Oft heißt es nur 2 Hunde und klein sollen sie auch noch sein. Unsere Hunde aber sind groß! Dobermannmischling und Schäfermischling. Außerdem: Obwohl sie mittlerweile alt sind, haben sie immer noch einen ausgeprägten Jagdinstinkt, und Kroatien ist voll mit Katzen. Daher suchten wir im Vorfeld nicht nur nach einer Unterkunft mit Meerblick, sondern auch eine mit ausbruchsicherem Balkon, sowie eine, die ohne viel Treppensteigen zu erreichen ist.

Fündig geworden sind wir bei Urlaub bei Freunden Dalmatien (keine bezahlte Werbung!), einer Deutschen und einem Wiener, die nach Dalmatien ausgewandert sind und dort jetzt mit viel Herzblut zwei Ferienwohnungen in einem entzückenden Häuschen vermieten. Das Motto „Urlaub bei Freunden“ nehmen sie übrigens sehr ernst. Kein Schlüsselsafe beim Ankommen, sondern eine persönliche Begrüßung und auch das Angebot, gemeinsam etwas zu unternehmen. Das ist selten in dieser Zeit! Außerdem bieten die beiden bezahlte Ausflüge an, Besuche bei lokalen Bauern und sogar Hundesitting. 

Bei unserer Ferienwohnung handelte es sich um ein Studioappartement in der Region Krusevo, direkt am kleinsten Meer Kroatiens (dem Karinsko More, 100 Meter zum Strand), rund 70 qm, kleine Steinstufe, Meerblick, Balkon und ein sehr gepflegter und nach Jasmin duftender Garten (wie sich herausstellte war es kein Jasmin, sondern die Blühte des Strauchs „Klebsame“.) Herrlich jedenfalls!

Unser Dorf, Blick zu unserer Unterkunft (wo die blauen Läden sind).

Das Studio war einfach und authentisch eingerichtet, es war alles da, was man braucht zur Selbstversorgung. Und diese Möglichkeit der Selbstversorgung war wichtig, wie sich herausstellte, denn im April hat in Norddalmatien fast alles noch geschlossen. Bars, Restaurants, alles war zu. Die Saison startet erst mit 1. Mai, wie wir lernen mussten. Für uns kein Problem! Außerdem: So eine Vorsaison hat ganz klar seine Vorteile. Wir waren im Dorf fast allein, es war angenehm ruhig. Der Strand gehörte uns allein. Also genaugenommen gehörten ALLE Strände, die wir in diesem Urlaub besuchten, uns allein. Vorsaison rockt!

Wer meine Reiseberichte kennt, weiß, dass ich gerne täglich meine Aussicht aufs Meer fotografiere, weil mich so fasziniert, wie sich die Stimmung ändern kann. Voila, ein paar Eindrücke von meinem Blick der 16 Tage in Norddalmatien.

Karinsko More – ein Binnenmeer mit der Stimmung eines Sees

Das Karinsko More ist ein Binnenmeer, das kleinste Meer Kroatiens. Wenn wir auf unserem Balkon saßen und aufs Meer sahen, wussten wir zwar, vor uns liegt ein Meer, wir hatten aber trotzdem oft das Gefühl, an einem großen See zu sitzen. Einmal war er, also der See, sogar spiegelglatt. Interessantes Phänomen!

Das Karinsko More ist nur maximal 70 Meter tief und damit wärmer als die Adria. Ich war sogar zwei Mal schwimmen. Aprilkalt wars! Brrrrr! 🙃Das Karinsko More geht über in das – rund viermal so große-  Novigradsko More (benannt nach dem an diesem Meer liegenden Ort Novigrad), und dieses mündet dann in die Adria. Die Gegend war im Jugoslawienkrieg, Anfang bis Mitte der 90er Jahre, ein sehr umkämpftes Gebiet, gerade wegen seiner Lage und der Übergänge der Meere.

Was wir sehr schätzten an der Lage unserer „Homebase“ waren die kurzen Wege zu vielen interessanten Orten und Regionen. Im Umkreis von 15 bis 60 Minuten gabs jede Menge zu erkunden. 15 km entfernt war das Städtchen Obrovac, sowie der aus den Winnetou-Filmen bekannte Fluss Zrmanja und seine phänomenalen Schluchten. In 20 Minuten waren wir im entzückenden Novigrad, in 40 Minuten in Zadar, in 60 Minuten am größten See Kroatiens, dem Vransko Jezero, einem fantastischen Vogelschutzgebiet. Von diesem See waren es nur noch 10 Minuten zum Meer an so beschauliche Orte wie Biograd na Moru oder Pakostane. Ebenfalls innerhalb einer Stunde zu erreichen waren die Inseln Pag und Vir.

Ich kann gleich vorausschicken. Obwohl wir 16 Tage Zeit hatten, haben wir nicht alles gesehen. Daher kommen wir im Herbst wieder! Juhuuu!

Hier ein paar Eindrücke von unserem Binnenmeer, dem Karinsko More, betrachtet von unserem Strand aus, und vom Nachbardorf aus, 1 Kilometer Strand für uns allein! 

Gorinji Karin – Kloster und viel Natur

Rund 4 Kilometer von unserem Feriendorf entfernt, liegt Gorinji Karin, ein 1200 -Seelen-Dorf. Es wurde so etwas wie unsere Base. Im April war auch hier kaum etwas los, aber ich glaube, hier tobt auch im August nicht so sehr der Tourismus. Das Dorf hatte etwas Verschlafenes, ein paar Cafes, wenige Restaurants, drei Mini-Supermärkte, ein Campingplatz. Das wars.

Hervorzuheben ist das Franziskaner Kloster, es befindet sich etwas seitlich des Ortes. Was für eine Lage! Was für ein phänomenaler Blick auf Meer UND das Velebit-Gebirge!

Das Franziskaner Kloster. Im Hintergrund das Velebit-Gebirge.

Ein dort lebender Mönch erzählte uns (nachdem er zuerst eher abweisend war, aber unser ehrliches Interesse hat ihn dann wohl überzeugt), dass das Kloster im Jugoslawien-Krieg von den Serben komplett zerstört worden war und von der kleinen Gemeinschaft (3 Mönche) in den letzten 30 Jahren wieder aufgebaut wurde. Überhaupt erzählte er viel über den Krieg, über seine Brutalität, über die Respektlosigkeit der Soldaten gegenüber Reliquien….puhhh! Kann ich hier gar nicht wiedergeben, ohne meine LeserInnen total zu verstören. Also lass ich es. Ich will Euch ja Lust machen, Dalmatien zu besuchen! Aber ihr solltet wissen, der Krieg und seine Folgen ist hier immer noch präsent, an Gebäuden, wie auch in den Herzen der Menschen. 

Vom Franziskaner Kloster weg kann man superschöne Wanderungen machen, größere, wie auch kleinere. Die felsige Landschaft mit ihrer rauen Natur ist wirklich faszinierend.

Karstlandschaft…..
…vorbei an verfallenden Dörfern….
…immer wieder Blicke auf das Velebit Gebirge….
……begleitet von Mann und Hunden!

Mehrmals gemacht haben wir in Gorinji Karin eine Wanderung entlang des menschenleeren Strandes. Man beginnt an einer Seite des Ortes und geht dann, immer am Wasser entlang, zum anderen Ende des Ortes. Sehr empfehlenswert! Der Weg geht rund 3-4 Kilometer über Kieselstrände, auf Wiesenwegen, vorbei an Olivenhainen und zwei kleineren Häfen bis zum Campingplatz. Dazwischen kann man schwimmen gehen, oder ins Dorf hochlaufen und einen Kaffee trinken, danach wieder runter gehen, um weiterzuwandern. Sehr entspannend und man sieht das wirkliche Leben. Immer wieder sind wir Olivenbauern oder Fischern bei der Arbeit begegnet. Echt und authentisch. 

Auch für unsere alten Hunde war das ein grandioser Spaziergang. Obwohl es teilweise 28 Grad hatte. Es gab jede Menge zu schnüffeln und entdecken, immer wieder Schatten und viele Bademöglichkeiten für die Hundemädels. 

Olivenhainen entlang…
Blicke aufs Meer und Velebit Gebirge
Kleine Häfen…
Landschaft mit Stilleben…
Ein Lieblingsspaziergang von Mensch und Tier.

Nostalgie pur – auf den Spuren Winnetous

Ja, du liest richtig, Winnetou! In Norddalmatien wurden die legendären –  mich in der Kindheit prägenden – Winnetou-Filme gedreht. Die meisten Menschen kennen den Plitvicer See als Drehort, Mittelpunkt der Folge „Der Schatz am Silbersee“. Dort tobt auch der Tourismus, von Horden an Menschen wird er erkundet, stundenlange Wartezeiten. Nichts für uns! Aber im Großraum Obrovac – genaugenommen zwischen Obrovac und Jasenice – liegt das Zrmanja Plateau, von dem aus man einen grandiosen Blick auf den smaragdgrünen Karstfluss Zrmanja hat. Und hier wurden die Karl May- Verfilmungen Winnetou 1 (1963) und 3 (1965), Old Surehand (1965), sowie Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten (1968) gedreht. Hier stand das Pueblo der Apachen und hier starb Winnetou. Wer erinnert sich bitte NICHT daran!

Jedenfalls haben wir uns auf die Suche gemacht und wurden- nach etwas Mühe und einem längeren Fußweg in der Hitze (sorry Nutella & Girly, ich weiß, das war überfordernd!) – fündig. Später stellte sich heraus, es gibt einen gemütlichen Schotterweg hin, sogar mit Parkplatz (wenn ihr den Ort ebenfalls besuchen möchte, haltet Ausschau nach „Pariževačka Glavica“). Was solls! Abenteuer gehört dazu! Der Lohn: Diese geile Landschaft! Auf der einen Seite der Blick auf den Tulove Grede, diesen unvergesslichen karstigen Gebirgskamm, der in den Filmen immer wieder zu sehen ist. Auf der anderen Seite der Blick auf die Zrmanja Schlucht.

Da saßen wir also, staunten, hörten am Handy die Winnetou-Melodie und schwelgten in Erinnerung. 

Na, erkennst du diesen Karstfelsen noch?
Ich konnte mich kaum sattsehen.
Die Zrmanja-Schlucht von Plateau aus gesehen. Hier stand das Pueblo der Apachen.
Zum Tulove Grede kann man übrigens auch hochfahren. Voila, von ganz nah!

Zu unserer totalen Überraschung und zu unserer großen Freude, wird das Plateau nicht touristisch genützt. In Österreich wäre hier längstens ein Rummelplatz, bei dem man sogar Eintritt zahlen müsste. Aber hier: Keine Aussichtsplattform, kein Restaurant, keine Touristenverkaufsbuden. Ein Parkplatz, ein kleiner Fußweg, das wars. Mega!

Spaziergang am Zrmanja

Den Karstfluss Zrmanja entlang kann man – von Obrovac aus – rund 4 Kilometer hinauf wandern und erreicht dann einen Wasserfall. Wir sind mit unseren alten Hunden bei bewölktem Wetter gestartet (vom Busparkplatz Obrovac weg), mit dem Wissen, dass sie es wahrscheinlich nicht bis ans Ende schaffen werden, zumal wir ja auch den Weg zurück einrechnen müssen. So war es denn auch. Nach rund 3 Kilometer wurde es sonnig und sehr warm, dann war leider Schluss. Der Weg war am Ende auch schlecht beschildert, der Wasserfall aus der Ferne weder zu sehen, noch zu hören, sodass wir nicht wussten, wie weit es noch war und es deshalb mit den alten Ladies nicht wagten, weiterzugehen. Es war trotzdem ein großartiger Spaziergang mit wunderbaren Blicken auf den Fluss.

Der Zrmanja entspringt übrigens im südlichen Velebit, ist nur 68 Kilometer lang und mündet in der Nähe von Maslenica ins Novigradsko More und mit diesem dann in die Adria. Die smaragdgrüne Farbe ist typisch für Karstflüsse. Im Sommer wird diese Strecke mit Motorbooten befahren und für Raftings genützt.

Blick zurück auf die Burg von Obrovac.
Blick nach vorne. Ein gut ausgebauter Wanderweg.
Die beiden Schwäne haben uns fast die gesamte Wanderung begleitet.
So eine kraftvolle Landschaft.
Manchmal auch eher sanft….
…oder sehr felsig.

Obrovac – der Krieg noch sehr präsent

Eine Schönheit war die Stadt Obrovac wahrscheinlich nie. Von einer frühen Besiedelung erzählt eine verfallende Burg hoch über der Stadt. Als wesentlicher Verkehrsknotenpunkt und Verbindungsort wurde die Stadt, oft auch im Rahmen kriegerischer Auseinandersetzungen, jahrhundertelang hin und her gereicht zwischen ungarischen, kroatischen, venezianischen und serbischen Herrschern. Zuletzt der Jugoslawien-Krieg in den 90er Jahren. Ich finde, man spürt die wechselvolle Geschichte der Stadt. Da schwebt etwas Schweres drüber. Die Folgen des letzten Krieges sieht man bis heute. Häuser mit eingestürzten Dächern, die niemand saniert, Häuser, wo im Erdgeschoss Geschäfte ihre Ware feilbieten oder Cafes einladen, Platz zu nehmen, während im zweiten Geschoss und im Dach der Verfall wütet. 30 Jahre nach Kriegsende!

Nachfragen ergab, dass viele Häuser im Besitz von Serben sind, die ihre Häuser restituiert haben wollen, was die kroatische Regierung aber ablehnt, weil aus ihrer Sicht die Serben den Krieg gestartet haben. Keine Ahnung, ob diese Ursache am Aufrechterhalten des Verfalls stimmt. Schockierend jedenfalls, dass ein Krieg auch nach 30 Jahren immer noch so sehr sichtbar ist. Das macht etwas mit der Stadt! Und auch mit dir als Besucherin! Nachfolgend ein paar Eindrücke von Obrovac.

Alte Gemäuer erzählen von einer langen Geschichte.
Neue Wohnhäuser am Fluss, letztes Jahr eröffnet. Zukunft!
Dazwischen die immer noch sichtbaren Spuren des letzten Krieges…..
Unfassbar irgendwie…..
Eine Kirche, wieder aufgebaut.
Es liegt trotzdem Liebe in der Luft! :-)

Novigrad, die Schöne!

Und dann war da Novigrad, die Schöne! Der Ort liegt am Südufer des Novikradsko More, in einer fjordartigen Bucht, die einen geschützten Hafen bildet. Dementsprechend ist Novigrad auch ein wichtiger Fischerort dieser Gegend. Auch hier thronen über dem Ort die Überreste einer Burg aus dem 13. Jahrhundert, unten schmiegen sich die Häuser zwischen Berg und Fjord. Entzückend, verschlafen, so viel zu schauen, tolle Stimmung, freundliche Menschen. Hier möchte ich irgendwann länger verweilen. Im Winter vielleicht. Oder im Herbst. Mal sehen.

Novigrad, du Schöne!
An einem Fjord des Novigradsko More, im Hintergrund das Velebit Gebirge.
Authentisches Fischerdorf.

Auch Novigrad wurde im Jugoslawienkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen. Aber hier sind – im Unterschied zu Obrovac – keine Spuren des Krieges mehr zu sehen. Alles ist saniert, die süße, kleine (und im April wunderbarerweise menschenleere) Altstadt ebenso, wie auch die moderneren Gebäude. Viel mediterrane Stimmung mit aufgehängter Wäsche (das liebe ich, gehört für mich zum Süden! Gabs übrigens auch mal bei uns, wurde dann – etwa in Salzburg – verboten, weil angeblich nicht schön!) und vereinzelt großartigen Gärten an den Hängen.  

Aufgang zur Burg. Leider nicht besucht wegen der alten Hunde. Zu viele Stufen.
Menschenleere Altstadt.
Selbstverständlich mit Katzen. Die sind hier überall!
Moderneres Gebäude mit einer Klebsame, die nach Jasmin duftete.
Fantastischer mediterraner Garten.
:-) Ich liebs! Vor allem den Kontrast zur kleinen Jacht im Vordergrund.
Und jede Menge Fischerboote.

Von Novigrad aus kann man auch die gegenüber liegende Maslenica Brücke sehen. Hier fließt das Novigradsko More in die Adria. Die Brücke wurde 1961 errichtete und hatte verkehrstechnisch eine hohe Bedeutung. Deshalb war sie im Jugoslawienkrieg auch Schauplatz heftiger Kämpfe (und die gesamte Region!) und wurde gleich zu Beginn des Krieges 1991 zerstört. Mittlerweile gibt es zwei Maslenica-Brücken, einmal die Autobahnbrücke (sie ist rund 300 m weiter hinten) und einmal diese rote Brücke an der ursprünglichen Stelle. Über sie läuft heute der regionale Verkehr, etwa in Richtung Insel Pag, aber sie hat für die Kroaten auch als Erinnerungsort und als Zeichen des Wiederaufbaus große Bedeutung.

Ich hab sie Euch rangezoomt. Beeindruckend, oder? Im Hintergrund wieder das Velebit Gebirge.

Natur, Natur, Natur!

Abschließend noch ein Slider mit Eindrücken von der fantastischen Landschaft und Natur. Wir sind viel Seitenstraßen und Schotterpisten gefahren, haben winzige Siedlungen gesehen, viele Windräder, riesige Waldgebiete, wo es jede Menge Wildschweine, Wölfe und Bären gibt. Wir sind großen Schafherden begegnet, die von riesigen Herdenschutzhunden begleitet wurden (und wir deshalb, mit unseren Hunden auf der Rückbank, nicht wagten aus dem Auto auszusteigen).

Beeindruckt hat uns auch, wie lange diese Region schon bewohnt wird. Das war uns nicht bewusst. Immer wieder sieht man – oft inmitten großer Waldgebiete – verfallene Burgen, Kirchen oder Türme aus römischer, mittelalterlicher, venezianischer und osmanischer Zeit. 

Was für eine Landschaft! Manchmal lieblich, erinnert sie an die Toskana. Dann wieder rau, felsig und abweisend. Und- was auf Fotos nicht rüberkommen kann – duftend! Es duftete im April intensiv nach Immortelle, die dort überall bodennah wächst. 

Jetzt aber der Slider mit den Eindrücken. Genießt es! Danke fürs Mitreisen!

Vielen Dank fürs Teilen!

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